die Kunst, es nicht zu wissen
Über Fehler, Unsicherheit und die erstaunliche Stärke, nicht immer eine Antwort haben zu müssen.
Mir fällt immer wieder auf, wie selten Menschen noch sagen:
„Das weiß ich nicht.“
Oder:
„Da habe ich mich geirrt.“
Oder:
„Das kann jemand anders besser als ich.“
Stattdessen wird erklärt, relativiert, beschönigt und verkauft.
Dabei beginnt Glaubwürdigkeit oft genau dort, wo Selbstdarstellung endet.
Je sicherer Menschen mit sich selbst sind, desto leichter fällt ihnen meist, Fehler zuzugeben, Fragen zu stellen oder etwas nicht zu wissen.
Und je älter ich werde, desto mehr schätze ich genau das.
Vielleicht wird Ehrlichkeit deshalb oft unterschätzt.
Weil sie leiser ist als Selbstbewusstsein.